Mittwoch, März 14, 2007
Optimismus
Immer wieder wird bei "Bouvard und Pécuchet" vom Scheitern gesprochen, natürlicherweise, denn beiden Protagonisten gelingt ja nichts. Es wäre zum Verzweifeln, wenn dieses "Scheitern" letztlich nicht ein Abbild des richtigen, rechten, wahren (?) Lebens wäre --- ein Abbild des Zweifelns, Ausprobierens, Findens, Verwerfens, Misslingens --- ein Abbild unserer Art von Unglauben, von Nihilismus --- ein Abbild des Nihilismus, den wir annehmen und verstehen, ein Abbild unserer Herausforderung, der wir uns stellen wollen --- das hoffnungsvollste aller Schauspiele --- vielleicht/hoffentlich !?!?!!?!!!???!!
Denn: Ein sinnlose Dasein gilt es zu bejahen und so inmitten der Sinnlosigkeit Sinn zu schaffen.Und so lesen wir nun Nietzsche und freuen uns auf die Wiederaufnahme von "Bouvard und Pécuchet", um erneut nicht ans Ziel (le but) zu gelangen und dieses "Scheitern" zu bejahen, uns daran zu erfreuen.
In Hamburg am 16., 17., 18 März im Sprechwerk (Klaus Groth Strasse 23, 20535 Hamburg, jeweils um 20 Uhr
Und in Berlin: am 20., 21., 22. März im Theaterdiscounter (Monbijoustrasse 1, 10117 Berlin), ebenfalls immer um 20 Uhr...
Bis hoffentlich dann... ab
Sonntag, März 11, 2007
la conclusion
Ou est le but?
nous n'savons pas
on verra, on verra, on verra.
nous n'avons qu'un extrait du plan
qui indique la conclusion.
Ou est le but?
nous n'savons pas
on verra, on verra, on verra.
Bouvard et Péecuchet.
theatralische Romanannäherung Matthias Breitenbach, Kurt Grünenfelder, Thomas Hechelmann, Ralph Jung, Christian Weber (Kontrabass), Bo Wiget (Cello) und André Becker. Am Sprechwerk Hamburg 16. bis 18.März 07 und im Theater Discounter Berlin 20. bis 22. März 07
Freitag, Februar 16, 2007
aloha ihr!
obwohl ja doch ein wenig enttäuscht, dass ich über dreibisvier ecken erfahren, dass ihr ohne mich auf tour geht: happy birthday oder hals und bein bruch :-) schickt mir eine postkarte mit den lobeshymnen aus der zeitung, ja?
sonst gibts vielviel zu tun, bin im märz ja sowieso doppelt beschäftigt (mit der einen sache die man nebenbei einfach gesehen haben muss: rashomon in der rotenfarbik und im berner tojo), und nebenbei sahnehäubchenweiser am umziehen.
und nicht vergessen: französisch üben hehehe
fröhliche grüsse aus dem rotlichtenen viertel von z
das lottchen
Donnerstag, Februar 15, 2007
Ekeby ist tot, hoch lebe Ekeby, zum Beispiel ind Falaise...
Liebe Freunde von der Kunst! Dies nur als Information und eventuelle Diskussionsgrundlage, und lasst uns nichts anbrennen und Konsequent weiterdenken!
"Das Theater-Projekt "Gösta Berling - Ekeby IV - XXI" hat ein tragisches Schicksal ereilt:
Gegen den Willen aller Kavaliere, die den Theaterort Ekeby mit Performances, Aktionen, Installationen und vor allem einer unendlichen Liebe zum Leben gebracht haben, hat die Theaterleitung (Intendant Georges Delnon und Schauspieldirektor Elias Perrig) das Stück nach der 2. Hauptprobe abgesetzt! Das in seiner Entstehung und in seiner Form einzigartige Projekt, dessen Credo ist, dass kein Künstler über einem anderen steht, und dass jede ernsthafte und persönliche Auseinandersetzung mit dem Stoff, die vollste Achtung verdienen muss und höchstens Ehrlichkeit ein Maßstab sein darf, hat die Leitung des Theater Basel überfordert!
Wir, alle Mitwirkenden und Beteiligten, stehen nach wie vor hinter der Sache, und ich bin mir sicher, dass sie sich fortsetzen wird. Denn es kann ja nicht sein, das Theater keine Künstler mehr verträgt!!!
Mit mir trauern: Luigi Archetti, Andrea Bettini, Martin Engler, Steve Karier, Peter Kelting, Guido Lamprecht, Isabelle Menke, Anders Mossling, Linda Olsansky, Anders Paulin, Peter Schubert, Christian Vetsch und Assistenten/Hospitanten Olivier, Zora, Nathalie, Manuella und Philipp. Und ganz viele befreundete Kunstschaffende!"
Bo
Montag, Januar 22, 2007
Cavallo del nord
war schon lange nicht mehr hier und weiss schon nicht mehr wie das geht dachte alles auf eis ach schon wieder den tee über meine hosen verschüttet gelernt ist halt gelernt ja danke bo freue mich auf das neue was da entstehen wird hab zwar alles vergessen aber fresse täglich gedanken des weiterkommens heut ist montag werd mal bisschen um die häuser hüpfen für die gehirnmasse verstehste beulen an der schädeldecke innenseite ist gut gegen miau
grüsse nach b von k in z
sind die schweden wirklich so blond
an alle bloger zwischen caen und falaise ist es nicht mehr weit bis nach deutschland hurra
Sonntag, Januar 21, 2007
Die Kavaliere von Falaise
Liebe Flaubertisten!
In Selma Lagerlöfs Buch "Gösta Berling" finden sich für ein Jahr auf einem Hof (er heisst Ekeby) in Schweden ein Dutzend Kavaliere, denen es möglich gemacht wird, ins Blaue Sachen und Aktionen zu machen, sich unwichtigen und wichtigeren Themen zu widmen. Bouvar und Pécuchet könnten da auch dazu gehören. Weil die Sinnlosigkeit ihres Tun durchaus eine Aenlichkeit hat mit der der Kavaliere in Schweden. In Basel am Theater, wo ich gerade tätig bin, habe wir uns die Kavaliere vorgenommen. Wir verwandeln dabei das Theater in de Hof Ekeby, und produzieren in grossen Autonomie Performances und Installationen, die vielleicht entfernt noch was mit dem Roman zu tun haben. Wir sind frei und der Regisseur ist hauptsächlich damit beschäftigt, uns den Rücken frei zu halten... Alle Mitwirkenden sind Künstler, keiner besser oder schlechter als der andere, höchstens etwas wahrhaftiger in seiner Ausdrucksform. Das Projekt ist sehr spannend und je länger ich damit beschäftigt bin, desto klarer wird für mich ein zusammenhang zu Bouvard und Pécuchet. Und zu der Arbeit mit Flauberts Roman. Und ich stellle fest, dass es ein großer Segen ist, nicht bei jeder Arbeit wieder von Vorne anfangen zu müssen, dass es einfach Themen gibt, die mich interessieren, und Arbeitsweisen, in denen ich unabhängig von der Besetzung an meinem Themenkreis weiterarbeiten kann. Man wird dabei nur reicher. In der Arbeit für das "Gösta Berling/ Ekeby"-Projekt hier in Basel fliesst meine Arbeit, die ich für mich persönlich mache einfach durch etwas andere Kanäle aber immer weiter... Und sie wird darauf freue ich mich sehr auch in Haburg uund Berlin, wenn wir unser Stück wieder spielen auch weiter fliessen. Das geht, bei Leuten, die ein grosses Vertrauen in die Mitarbeiter haben, und wenn es klar ist, was man will. Ich freue sehr darauf und hoffe, dass auch ihr etwas habt woran ihr dran bleiben könnt und woran wir für ein paar Aufführungen und Proben weitersuchen können... Mit bestem Gruss, Wob.
Weiterlesen: http://web.mac.com/atekeby und http://www.bowiget.com
Montag, November 20, 2006
Buben und Pécuschen!
Jaja. Mitten im schönen Märzen, werden wir nun also wieder ans Scheitern. Das wird eine Feier. Freue mich, vor allem auch, weil ich ja kaum zum Proben mit Euch Schwachköpfen komm. Aber ist Scheitern den noch angenehm, wenn man es geübt hat, Hä? Sag!
Ich werde versuchen, auch noch ein Hauptstadtgastspiel zu vermitteln... Wär doch nicht blödd odrr? Also hüpft Euch durch und durch, fresst Suppen und Mulivitamin-Pillen und werdet doch jetzt wegen dieses bisschen Winters nicht gleich depressiv. Im Frühling geht das Scheitern leichter, das wissen wir ja schon...
Bouvard und Pécuchet im Sprechwerk Hamburg: 16.-18. März 07
Wob
Dienstag, Juli 18, 2006
Scheitern täglich
So jetzt bin ich seit einer Woche ein Fahrradkurier. Was soll ich Euch sagen, ich fahre mir den Arsch wund und habe am Ende weniger Geld als wie wo wenn ich mein Arbeitsamtgeld bekomme. Soll das Sommerloch sein und das gute Wetter mal schauen. Regnet ja bestimmt mal wieder. Hoffen auf Regen. Nun das wars mal wieder. Viel Erfolg beim Schneiden, Kann Dich gut verstehen Andre.
Samstag, Juli 15, 2006
Video II
Diese Woche habe ich angefangen Katja Moll die Aufnahmen von Bouvard und Pécuchet zu übergeben -- und jetzt arbeiten wir - na ja eher sie - am Schnitt, wobei ich anmerken muss: von 6 Kassetten taugen 2 nichts und eine Dritte verfügt über digitales Zirpen - obwohl wir alle technisch nicht zu erklärenden Tricks angewendet haben --- wie Bänder ganz oft durchspuhlen, Kassetten nur über Kameras derselben Marke lesen, Abspielgeräte abkühlen lassen, dem Firewire-Anschluss misstrauen etc., etc., usw., usw....
Immer mehr denke ich, es gibt einen negativen Zusammenhang zwischen mir und moderner Technik --- was nicht das Schlechteste wäre, werde ich doch immer konservativer (was die Technik betrifft) und subversiver (weil ich Scheitern als das progressivste Abenteuer im heutigen Wirtschafts - Land empfinde).
Und darum ist (unser) Theater auch eine Kunst-Form, weil es das Scheitern (und somit die Konsequenz?) mit einschliesst...
Auf ein Weiteres!!!!! a.
Montag, Juli 10, 2006
LOECHER
luegit, wo der häretschauppet
es het nämlech löcher
ds Läben isch es löcherbecki
löcher noch und nöcher
...
dür ds januarloch isch öpper
bis töif i frueelig gheit
dört het er depressione gschobe
wills im mai no schneit
dürs summerloch isch är när kroche
i herbscht wo d näbel walle
dört gseht me nüt
drum isch är ou ids nöije januarloch drygfalle
...
alles isch total verlochet
der himmel het es loch
isch es loch mit nüt drum ume
eigetlech no es loch
...
(stiller has)
Zu Löchern siehe auch Artikel von WOB am 3. Mai...
Aber worum gehts mal wieder... Seit fünf Wochen bin ich in Hamburg und eigentlich sollte ich mich freuen, dass Bouvard und Pecuchet immer noch als gute Erinnerung in meinem Hirn vorherrscht --- und doch fangen die Teufelchen - diesmal links und rechts und kein Engelchen in Sicht - mein Laune (negativ) zu beeinflussen...
Und warum bin ich nicht aktiv für eigene weitere Projekte, wieso hänge ich mit Kopfschmerzen in der Hitze und denke über Aktiv-Jobs nach? Und wo sind die Gastspiele von Bouvard und Pecuchet? Aprospos: Wie sieht es bei Euch da im März aus? Der erste Monat, der im Moment in Frage käme.
Aber bald ist August und dann wird alles besser - davor bin ich noch eine Woche am Lago Maggiore, lasse mir das Hirn wegbrennen - also kann der August nur besser werden, weil kein Gruebeln mehr moeglich ist... Glück auf, Hummel Hummel und so weiter!!!!!!!!!!!!! a.
Sonntag, Juni 18, 2006
Haallllooooo
Wollte einfach nur mal Hallo sagen so schreibend. Keine Idee sonst. rj
Samstag, Juni 17, 2006
Musical machte schon jemnad in Zürich
Man sollte keine Einfälle mehr haben: Immer einer war schon vor einem da:
Klug
aus Freude am Trivialen
Alexandra Bachzetsis' «Musical» in
der Gessnerallee
So aufgeräumt haben sich Bühne und
Akteure in Alexandra Bachzetsis' Stücken noch nie präsentiert: roter
Plüschvorhang und dunkle Kleidung, und auch sonst ist vieles anders in der
Tanz-Performance «Musical», die seit Mittwoch im Theaterhaus Gessnerallee zu
sehen ist. Dabei macht die Zürcher Choreographin und Tänzerin die heutzutage
schier allgegenwärtige Populärkultur zum Thema ihrer neusten Produktion. Das
Stück stellt sich aber nicht etwa dekonstruktivistisch über das Triviale,
vielmehr geht es so lustvoll und klug damit um, dass es auch für das Publikum
eine Freude ist. «Musical» feiert unverhohlen die Leidenschaft, auf die das
Showgeschäft baut, und macht sich gleichzeitig subtil bis schrill lustig über
Stereotype und aufgesetzte Gesten.
Sieben Girls und zwei Boys
schlenkern zunächst zu Duke Ellingtons Jazz ihre Knie, schütteln die Schultern,
schleudern Beine in die Luft, flirren mit den Armen und werfen verführerische
Blicke in den Zuschauerraum. Da wird unaufdringlich zitiert - aus Musicals,
Variétés, James- Bond- oder Fred-Astaire-Filmen sowie Musikvideoclips. Kaum
merklich verrutscht eine Pose zur leisen Groteske, steigert sich ein erotischer
Hüftschwung zum wilden Gezappel. So häufen die Tanzenden immer mehr
Bewegungssequenzen an, die im zweiten Teil der Vorstellung alle wieder
vorkommen, diesmal aber in neuem Kontext. Die Szenerie der Tanzbühne verwandelt
sich in einen Karaoke-Anlass, und einer nach dem andern brüllt oder haucht sich
einen Ohrwurm von der Seele, während über die Leinwand die eigens kreierten -
grandiosen - Videos (Rutger De Brabander und Hans Van Nuffe) flimmern.
Munter parodieren die
selbsternannten Stars das Genre und sind doch mit ganzem emotionalem Einsatz
bei der Sache. So singt und mimt Bachzetsis herzergreifend mit Barbra Streisand
«I am a woman in love», gleichzeitig hüpfen im Video zwei skurrile Typen
selbstvergessen durch eine Tiefgarage; oder Diederik Peeters schnarrt Elvis'
«Suspicious Minds» zu filmischen Reflexionen auf das Spiegelstadium. Während
die Stimme zuweilen vorsätzlich dilettantisch quiekt, sitzt in dieser
Tanz-Performance jede Bewegung. Das muss sie auch, denn nur so hält das Stück
die Balance zwischen affirmativer Nachahmung und sorgsamer Entlarvung, auf dass
sich Gemüt wie Verstand gleichermassen amüsieren.
Christina Thurner / Zürich, Theaterhaus Gessnerallee,
bis 17. Juni.
Auch wenn ich noch gar nicht weiter gedacht habe, heute war ich erst mal traurig, weil die Grundideen alle an diesem Abend schon auftauchen - und ich die Aufführung gerne sehen würde, weil dann wüsste man ja, was man anders machen könnte - obwohl ein neuer Name müsste schon mal sein. a.
Dienstag, Juni 13, 2006
WM I
Es ist Sommer ihr Lieben, unfasbar und eine große Freude. Noa ist krank und ich kann nicht wirklich raus, perfektes Timing ( was sind sie von beruf?...was ist ihr größtes problem?..). Aber es ist ja Weltmeisterschafft im Fußballspielen und Leipzig, ja hier wird auch gespielt! So was gabs hier noch nie, so viele Ausländische Menschen auf eimal und alles in Orange, zumindest die Innenstadt. Vor lauter Schreck hat sich der Ursachse in seinen Schrebergarten zurückgezogen und sich alles im Fernseher angeschaut, was alles so los ist in seiner Stadt. Ein bischen Unheimlich. Und am Bratwurststand nur Sachsen die sehr mutig waren und kein Oranje. Deutschland das Land der Wüste äh Würste. rj
Donnerstag, Juni 08, 2006
Eine Idee haben II - Musical
Nach der Sichtung von ca. 4 Stunden Videomaterial - habe ich mich am Sonntag abend erholt - will heissen, ich habe mir einen Film angeschaut - "Singing in the Rain". - Und war wieder "verzaubert".
Doch darum solls gerade nicht gehen. Also: Auf der Material-DVD waren die Lieder, die in "Singing in the Rain" verwendet werden, nochmals versammelt - und zwar in den Original-Ausschnitten der ersten Tonfilme, aus denen sie stammen. Dabei fällt mir folgendes auf: Film-Musicals leben davon, dass sie sich jeder linearen Logik verweigern - und dass die Handlung dazu benutzt wird, von einem Song zum nächsten zu kommen. Dabei gab es Ende der Zwanziger Jahre dann auch Filme, die nicht anders wirken wie eine abgefilmte Theaterrevue. Andere Filme arbeiten damit, das Lied in eine Vorsprechsituation einzubauen. Die meisten dieser Filme haben auf alle Fälle einen selbstreferentiellen Touch, immer geht es um "Kunst", Film, Theater und Unterhaltung.
Und beschwingt von der Musik und angerührt durch die Einfachheit vieler Choreographien, die in diesen Filmen verwendet werden (die durch die Menge an Menschen aber ihren Reiz gewinnen), tauchte die Frage/der Wunsch auf, ob in einer theatralen Untersuchung dieser frühen Film-Musicals nicht auch ein Gewinn für uns, unsere Vorstellung vom Theater und vom Erzählen drinliegt.
Und gleichzeitig könnte so ein Theaterabend auch eine lustvolle Untersuchung des Unterhaltens sein: Songs and Dances. Wo wir auch schon bei den vielen ???????????????????????? wären. Wie einen solchen Abend situieren. Wie choreographieren? Wie musizieren? Wie die Menge an Menschen suchen, finden und organisieren? Und wie das Medium Film mitreflektieren? Wie... ? Bitte ad libitum weiterfragen und darüber nachdenken. a.
Videobänder - ein erster Anlauf
An Pfingsten habe ich angefangen die Videobänder von Bouvard und Pécuchet anzuschauen. Und bin nun - nachdem ich ja keine der Vorstellungen mehr gesehen habe - (meist positiv) überrascht, was da auf der Bühne alles stattfindet. Habe auch schon einige Szenen gefunden, die wir für den Zusammenschnitt verwenden können... Und merke, es finden sich auch Stellen an unserem Theaterabend,, die ich gern noch einmal untersuchen, verändern, "streichen", durch andere Texte ersetzen möchte/könnte/wollte.
(Ende Juni hoffe ich den privaten Organisationskram soweit im Griff zu haben, dass ich Flauberts Roman wieder lesen kann - wer weiss, was für Einfälle einem da kommen mögen.)
Es gibt auf den Videos auch sehr viel lustiges - Hannahs Lachen während der Chemie beispielsweise. Oder einen Moment, wo Ralph und Thomas über das Autoren-Sein nachdenken und Kurt und Matthias hinten zu Tanzen anfangen - und im Film wirkt das wie wenn hinten ein anderer eingespielter Film ablaufen würde (wie wenn in den ganz alten Filmen Auto gefahren wird), etc.
Was ich aber noch gar nicht weiss, ist, wie man unser Stück zusammenschneiden soll. Soviel ist schon mal klar: Wir brauchen zwei Schnitte: eine komplette und eine "Highlight"-Fassung. Und bis jetzt habe ich keine komplette Aufnahme gefunden, die den ganzen Abend repräsentieren kann. Dazu ist er, durch sein Breitwandformat, zu schwer aufzunehmen gewesen. Andererseits bin ich sicher, dass sich Schnitte nicht reibungslos herstellen lassen, da wir unterschiedliche Vorstellungen gefilmt haben, die Tonspuren verschiedene Qualitäten aufweisen und bestimmte Anschlussfehler sich nicht vermeiden lassen werden (insbesondere bei grösseren Bewegungen, wie dem Umbau von den Tischchen zur Chemie). Und so kam mir der Gedanke, die Schnitte zu kennzeichnen, jeweils 1/2/3 Sekunden einen schwarzen Bildschirm zu zeigen (wie in Jim Jarmuschs Film "Stranger than Paradise"). Vielleicht könnte man auch an geeigneter Stelle wieder auf die Kapitel des Romans verweisen - wie wir es in unserer Textfassung für uns auch immer noch tun. Von solchen Mitteln verspreche ich mir eine Möglichkeit, die Offenheit unseres Theaterabends im Video mit einem filmischen Zeichen zu entsprechen... Dies zur Diskussion gestellt, weitere Einfälle gerne entgegengenommen... a.
